Häufig gestellte Fragen

Fragen zu technischen Daten

Wie funktioniert das Beitragsprimat?

Bei Vorsorgeeinrichtungen mit Beitragsprimat richten sich die Leistungen nach der Höhe der einbezahlten Beiträge. D.h. die Höhe der Leistungen wird für jeden Versicherten individuell aus der Summe aller während der Beitragsdauer vom Versicherten und dem Arbeitgeber einbezahlten Beiträge (inkl. Zinsen) berechnet. Die Beiträge werden durch das Gesetz oder das Reglement der betreffenden Vorsorgeeinrichtung in Prozenten des versicherten Lohns festgelegt. Die Vorsorgeeinrichtungen General Electric Schweiz wenden für die Berechnung der Altersleistungen das Beitragsprimat an. Die Kalkulation der Risikoleistungen basiert auf dem Leistungsprimat. Die Leistungen sind dabei abhängig vom versicherten Lohn.

Wozu dient die Wertschwankungsreserve?

Die Wertschwankungsreserve wird gebildet, um Kursschwankungen auf den Vermögensanlagen auffangen zu können. So soll verhindert werden, dass Vorsorgeeinrichtungen aufgrund von kurzfristigen Bewegungen an den Finanzmärkten in eine Unterdeckung geraten. Die Bildung einer Wertschwankungsreserve ist gesetzlich vorgeschrieben.

Was ist der technische Zinssatz?

Der technische Zinssatz ist eine rechnerische Grösse. Er wird angewandt, um die zukünftige Verzinsung einer Rente über deren gesamte Laufzeit zu berechnen. Die Höhe des Zinssatzes hängt von der erwarteten Entwicklung der Finanzmärkte ab. Die Vorsorgeeinrichtung muss bis zum Ende jeder Verpflichtung somit eine Rendite erwirtschaften, die mindestens so hoch ist wie der festgelegte technische Zinssatz. Daher ist dieser möglichst so festzulegen, dass er langfristig durch die effektiv erwirtschaftete Vermögensrendite gedeckt wird. Nur so kann er im Sinn einer Garantie über einen längeren Zeitraum beibehalten werden.

Wie wird der Umwandlungssatz definiert?

Der Umwandlungssatz ist der Prozentsatz des angesparten Kapitals, der den Pensionierten jährlich als Rente ausbezahlt wird. Die Festlegung der Höhe des Umwandlungssatzes steht somit in engem Zusammenhang mit der Lebenserwartung der jeweiligen Rentnergeneration. Von einer Veränderung des Umwandlungssatzes sind die laufenden Rentner jeweils nicht betroffen.

Was weist der Deckungsgrad aus?

Der Deckungsgrad zeigt das Verhältnis zwischen dem vorhandenen Vermögen (inkl. Wertschwankungsreserve und freien Mitteln) und den Verpflichtungen gegenüber den aktiv Versicherten und den Rentnern.

Fragen zur Verzinsung

Wie wird die Verzinsung des Sparkapitals bestimmt?

Der Stiftungsrat legt jährlich den Zinssatz fest. Falls die Jahresrechnung freie Mittel ausweist, legt der Stiftungsrat per Jahresende die Höhe einer allfälligen Zusatzverzinsung fest. Bei einer Unterdeckung kann der Zinssatz auf dem gesamten Sparkapital auch reduziert oder auf null gesetzt werden.

Wieso wird das Sparkapital teilweise tiefer verzinst als Rendite erzielt wurde?

Die Verzinsung der Sparkapitalien der Versicherten stellt für die Pensionskasse eine Verpflichtung dar. Durch die erwirtschaftete Rendite müssen aber auch andere Verpflichtungen gedeckt werden wie beispielsweise die Finanzierung der Leistungen bei Invalidität und Tod, Rückstellungen (infolge zu hoher Umwandlungssätze oder wegen der steigenden Lebenserwartung) oder die Verwaltungs- und Vermögensverwaltungskosten.

Fragen zu den Leistungen

Wie unterscheiden sich die Beitragstabellen Standard, Standard plus und Standard minus?

Versicherte haben bei den Vorsorgeeinrichtungen General Electric Schweiz die Wahl zwischen 3 Beitragstabellen: Standard, Standard plus und Standard minus

  • Mit der Beitragstabelle Standard plus zahlen Versicherte freiwillig mehr Beiträge pro Monat in die Pensionskasse ein und erhöhen so ihr Sparkapital. Damit steigt auch die Altersrente.
  • Für Lebensphasen, in denen Versicherte nur tiefere Beiträge zahlen können oder möchten, steht die Beitragstabelle Standard minus zur Wahl. Tiefere Beiträge bedeuten aber auch eine Reduktion der Altersleistungen. Durch einen späteren Wechsel zur Tabelle Standard plus können diese Einbussen wieder ausgeglichen werden.

Die Risikoversicherungen für Tod und Invalidität bleiben bei jeder Beitragstabelle unverändert. Der Arbeitgeber leistet seine Beiträge unabhängig von der Wahl des Versicherten immer nach Tabelle Standard. Ein Wechsel der Beitragstabelle ist jeweils per Anfang Jahr möglich. Ohne Meldung des Versicherten zahlt er automatisch Beiträge gemäss der Tabelle Standard.

Kann man seinen Lebenspartner absichern?

Ja. Versicherte können ihren Partner/ihre Partnerin mit einer schriftlichen Mitteilung unter Angabe von Name, Adresse und Geburtsdatum bei der Vorsorgeeinrichtung eintragen lassen und so für den Notfall absichern.

Was muss der Versicherte beim Austritt aus der Firma unternehmen?

Beim Austritt aus der Firma wird das Sparkapital in Form einer Freizügigkeitsleistung fällig. Der Versicherte wird zu diesem Zweck von der Vorsorgeeinrichtung angeschrieben und muss ihr die Angaben liefern, wohin das Geld überwiesen werden soll. Falls ein neuer Arbeitgeber vorhanden ist, geht das Kapital an die neue Vorsorgeeinrichtung, andernfalls auf ein Freizügigkeitskonto oder eine Freizügigkeitspolice. Barauszahlungen sind nur in bestimmten Fällen möglich. Die Überweisung erfolgt per Ende des Austrittsmonats bzw. nach Erhalt aller Unterlagen jeweils per Ende Monat.

Fragen zur Pensionierung

Was ist der Unterschied zwischen vorzeitiger und flexibler Pensionierung?

  • Vorzeitige Pensionierung: zwischen dem 58. und 62. Lebensjahr.
  • Flexible Pensionierung: zwischen dem 63. und 65. Lebensjahr. Bei einer flexiblen Pensionierung wird bis zum Alter 65 eine Überbrückungsrente ausbezahlt.
  • Informationen zur Pensionierung

Was muss bei der Pensionierung beim Entscheid zwischen Kapitalbezug oder monatlicher Rente berücksichtigt werden?

Merkmale Rente
Die Rente wird lebenslang monatlich ausbezahlt. Im Todesfall werden gemäss Reglement regelmässige Hinterlassenenleistungen ausgerichtet. 

Die Altersrente ist zu 100% einkommenssteuerpflichtig. Sie wird entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der Vorsorgeeinrichtungen der Teuerung angepasst.

Merkmale Kapitalbezug
Der Kapitalbezug erfolgt einmalig und wird beim Bezug zu einem reduzierten Satz versteuert. Nach Auszahlung des Kapitals erlöschen alle Ansprüche gegenüber der Vorsorgeeinrichtung. Die Verantwortung für die Verwaltung und die Einteilung des Vermögens geht somit vollständig an die pensionierte Person über. 

Im Todesfall haben die Erben keinen Anspruch mehr auf Leistungen der Vorsorgeeinrichtung, sie erhalten den Teil des Kapitalbezugs, der bis zum Tod nicht verbraucht wurde.

Mischformen
Auch eine Mischform ist möglich, das heisst, man lässt sich einen Teil des Sparkapitals als Kapital ausbezahlen, den Rest bezieht man als monatliche Rente.

Wie wirkt sich eine Invalidität auf die Altersleistungen aus?

Erhält ein Versicherter Invalidenleistungen, verbleibt sein Sparkapital in der Vorsorgeeinrichtung. Es wird basierend auf dem letzten versicherten Lohn mit Spargutschriften inklusive Zinsen bis zum Schlussalter weitergeäufnet. Im Schlussalter endet der Anspruch auf Invalidenleistungen, der Versicherte erhält dann Altersleistungen. Diese werden auf der Grundlage des weitergeäufneten Sparkapitals errechnet.

Bei Teilinvalidität wird das bei Eintritt der Invalidität vorhandene Sparkapital der Rentenabstufung entsprechend aufgeteilt. Das dem aktiven Teil entsprechende Sparkapital wird wie bei voll erwerbstätigen Versicherten weitergeäufnet, der andere Teil wie oben beschrieben.

Weitere Fragen

Wie oft wird der Versicherungsausweis versandt?

Der Versicherungsausweis wird jeweils im Februar mit Stand 31. Dezember des Vorjahres versandt. Er zeigt die Entwicklung des Sparkapitals während des vergangenen Jahres. Ein aktueller Ausweis wird unterjährig auf Anfrage zugestellt.

Welche Einlagen in die Pensionskasse kann ein Versicherter vom steuerbaren Einkommen abziehen?

Freiwillige Einlagen bis zur maximal möglichen gesetzlichen bzw. reglementarischen Einkaufslimite (zur Erhöhung der Altersleistungen und für die vorzeitige Pensionierung) können in der Steuererklärung des entsprechenden Jahres vom Einkommen abgezogen werden. Bei einem Kapitalbezug zum Zeitpunkt der Pensionierung profitiert man von einem reduzierten Steuersatz.

Wichtig:
Wird ein Einkauf getätigt, kann der Versicherte aus Sicht der Steuerbehörde in den drei darauf folgenden Jahren keinen Kapitalbezug vornehmen, auch nicht aus dem Sparkapital, das vor dem Einkauf vorhanden war. Aus vorsorgerechtlicher Sicht ist es möglich, Sparkapital aus der Zeit vor dem Einkauf auch während der dreijährigen Sperrfrist zu beziehen. Es muss jedoch damit gerechnet werden, dass die Steuerbehörde den Kapitalbezug nicht akzeptiert. Der Versicherte muss in jedem Fall die steuerlichen Folgen seines Einkaufs und eines allfälligen Kapitalbezugs selbst abklären und tragen.