Gut vorgesorgt in jeder Lebenslage

Viele Ereignisse im Leben betreffen auch die Berufliche Vorsorge.

Adressänderung

Adressänderungen müssen der Personalstelle gemeldet werden. Sie gibt die Änderungen an die Pensionskasse weiter.

Eintragung Partnerschaft

In eingetragener Partnerschaft lebende Versicherte sind verheirateten Versicherten gleichgestellt. Sie haben die gleichen Rechte und Pflichten aus dem Reglement der Vorsorgeeinrichtungen wie verheiratete Versicherte.

Eintritt in die Pensionskasse

  • Aufnahme: Der Eintritt in die Pensionskasse erfolgt mit dem vertraglichen Beginn des Arbeitsverhältnisses, frühestens jedoch im 18. Lebensjahr. Grundsätzlich treten alle Mitarbeitenden in die Stiftung ein, deren Arbeitsverhältnis länger als 3 Monate dauert und deren Jahreslohn den Mindestlohn gemäss BVG übersteigt.
  • Umfang: Zwischen dem 18. und dem 25. Lebensjahr gilt die Versicherung nur für die Risiken Invalidität und Tod, danach zusätzlich auch für die Altersvorsorge.
  • Beitragshöhe: Die Versicherten können jährlich zwischen 3 Beitragstabellen wählen: Standard, Standard plus und Standard minus.

Erwerb Wohneigentum

  • Voraussetzung: Das Sparkapital kann bis spätestens zum 62. Lebensjahr für den Erwerb von selbstbewohntem Wohneigentum eingesetzt werden.
  • Vorbezug: Bis zum 50. Lebensjahr ist der Bezug des gesamten Sparkapitals möglich. Danach kann nur noch maximal die Höhe des Sparkapitals bis zum Zeitpunkt des 50. Lebensjahres oder die Hälfte des effektiv angesparten Kapitals bezogen werden.
  • Auswirkungen: Durch einen Vorbezug reduzieren sich die Altersleistungen. Der Vorbezug kann wieder eingezahlt werden. Der Mindestbetrag für einen Wiedereinkauf beträgt CHF 20‘000.
  • Verpfändung: Anstelle eines Vorbezugs kann das Pensionskassenguthaben bei einer Bank verpfändet werden. Da durch eine Verpfändung kein Geld aus der Pensionskasse abgezogen wird, sind nach wie vor die vollen Leistungen versichert.

Geburt Kind

Die Geburt eines Kindes muss der Personalstelle gemeldet werden. Diese leitet die Information an die Pensionskasse weiter. Die Tatsache, dass jemand Kinder hat, erlangt im Zusammenhang mit der Pensionskasse erst im Fall eines Leistungsanspruchs Bedeutung (z.B. Waisenrente).

Hochzeit/Registrierung Partnerschaft

Die Hochzeit oder die Registrierung einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft muss der Personalstelle gemeldet werden. Diese leitet die Informationen an die Vorsorgeeinrichtung weiter.

Invalidität

  • Anspruch: Anspruchsberechtigt sind Versicherte, die gemäss der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zu mindestens 40% invalid sind. Bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität führte, muss der Versicherte in der Stiftung versichert gewesen sein. Bis zum Einsetzen der Leistungen der Pensionskasse erfolgen die Leistungen aus der Lohnfort-
    zahlungspflicht der Firma und aus der Kranken- bzw. Unfalltag-
    geldversicherung.
  • Höhe der Rente: Richtet sich nach dem Invaliditätsgrad der IV. Die Höhe der vollen Invalidenrente beträgt 60% des versicherten Lohns in der Pensions-
    kasse bzw. 65% des versicherten Lohns in der Ergänzungsversicherung. Eine volle Rente wird gewährt ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%.
  • Teilinvalidität: Das Sparkapital wird entsprechend der Rentenabstufung aufgeteilt. Das dem aktiven Teil entsprechende Sparkapital wird wie bei voll erwerbstätigen Versicherten weiter geäufnet.

Kapitaleinlagen

  • Freiwillige Einkäufe: Nach vorgängigem Antrag können Versicherte jederzeit Einzahlungen in die Stiftung vornehmen, um die Altersleistungen zu erhöhen. Ausnahme: Ein Vorbezug für Wohneigentum muss zuerst zurückbezahlt werden.
  • Einkaufspotenzial: Die Höhe der Einkaufslimite wird von der Vorsorgeeinrichtung berechnet.
  • Bezug der Einkäufe: Wurden Einkäufe getätigt, darf dieser Betrag in den darauf folgenden 3 Jahren nicht als Kapital bezogen werden. Gemäss einem Bundesgerichtsentscheid von 2010 gilt das auch für das schon vorhandene Sparkapital. Mit dieser Regelung soll eine vorübergehende steuerlich vorteilhafte Geldverschiebung verhindert werden. Aus Sicht des Vorsorge-
    rechts kann das vor dem Einkauf vorhandene Sparkapital weiterhin auch während der 3jährigen Sperrfrist bezogen werden. Die Pensionskasse General Electric Schweiz hält sich an die vorsorgerechtlichen Bestimmungen. Es muss jedoch damit gerechnet werden, dass die Steuerbehörde den Kapitalbezug nicht akzeptiert.
  • Zusatzkonto für vorzeitige Pensionierung: Versicherte können Leistungs-
    kürzungen bei einem vorzeitigen Altersrücktritt durch Einzahlungen auf ein Zusatzkonto ausgleichen. Diese sind erst möglich, wenn das ordentliche Einkaufspotenzial ausgeschöpft ist.
  • Steuerliche Auswirkungen: Der Versicherte muss die steuerlichen Folgen eines Einkaufs und eines Kapitalbezugs selber abklären und tragen.
  • Bezüge: Während der Tätigkeit bei General Electric (Switzerland) GmbH ist ein Vorbezug nur für selbstgenutztes Wohneigentum möglich.

Lebenspartnerrente

  • Begünstigte: Unverheiratete, eherechtlich nicht verwandte Lebenspartner. Weitere Voraussetzungen: Die anspruchsberechtigte Person muss mindestens 40 Jahre alt sein, bis zum Tod des Versicherten während mindestens 5 Jahren in ununterbrochener Lebensgemeinschaft mit dem Versicherten gelebt haben und der Beginn der Partnerschaft muss vor dem
    60. Lebensjahr des Versicherten liegen.
  • Höhe: Entspricht der Ehegattenrente. Die Lebenspartnerrente wird um bereits laufende Ehegattenrenten gekürzt.
  • Anmeldung: Der Lebenspartner sollte zu Lebzeiten des Versicherten bei den Vorsorgeeinrichtungen schriftlich angemeldet werden.
  • Antrag: Das Gesuch für die Lebenspartnerrente muss spätestens 3 Monate nach dem Tod der versicherten Person eingereicht werden.

Lohnveränderung

Eine Lohnanpassung wird direkt von der Personalstelle an die Pensionskasse weitergeleitet. Die Pensionskasse lässt die neuen Werte in die Berechnungen der Vorsorgeleistungen einfliessen.

Pensionierung

  • Rücktrittsalter: 65 Jahre. Die Anzeigefrist für den Altersrücktritt beträgt
    6 Monate.
  • Vorzeitige Pensionierung: Frühestens mit 58 Jahren möglich. Eine vorzeitige Pensionierung hat Rentenkürzungen zur Folge. Beim Rücktritt zwischen Alter 63 und 65 wird eine Überbrückungsrente ausbezahlt.
  • Teilpensionierung: In Absprache mit dem Arbeitgeber ist eine Teilpensionierung möglich.
  • Aufgeschobener Rücktritt: Der Alterstrücktritt kann bis längstens zum
    70. Lebensjahr aufgeschoben werden, sofern der Arbeitgeber damit einverstanden ist.
  • Altersleistungen: Das Sparkapital kann als Rente oder Kapital bezogen werden. Auch Mischformen sind möglich. Mit dem Bezug des Kapitals sind sämtliche Ansprüche an die Pensionskasse abgegolten. Ein Kapitalbezug muss der Pensionskasse mindestens 6 Monate vor der Pensionierung angemeldet werden.
  • Berechnung Altersrente: Die Altersrente wird im Zeitpunkt des Rücktritts aufgrund des vorhandenen Sparkapitals und des Umwandlungssatzes berechnet. Der Umwandlungssatz wird vom Stiftungsrat festgelegt.

Scheidung

  • Aufteilung: Das von beiden Ehegatten während der Dauer der Ehe angesparte Pensionskassenguthaben ist grundsätzlich hälftig zu teilen. Dasselbe gilt auch bei der Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft.
  • Vorgehen: Die Pensionskasse stellt dem Versicherten auf Anfrage eine Durchführbarkeitserklärung aus. Diese hält die finanzielle Vorsorgesituation des Versicherten vor der Scheidung fest. Später schickt das Gericht aufgrund dieser Erklärung das Scheidungsurteil automatisch an die Vorsorgeeinrichtung. Es teilt mit, in welcher Höhe der Ehepartner Anspruch auf Freizügigkeitsleitungen hat. Diesen Betrag überweist die Vorsorgeeinrichtung auf ein Freizügigkeitskonto oder an die Vorsorgeeinrichtung des Ehepartners.
  • Wiedereinkauf: Versicherte können die bei der Scheidung dem Ehegatten überwiesenen Beträge durch freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse wieder ausgleichen. 

Stellenwechsel

  • Freizügigkeitsleistung: Jeder Versicherte hat bei Austritt Anspruch auf seine Freizügigkeitsleistung. Er wird zu diesem Zweck von der Vorsorgeeinrichtung angeschrieben und muss ihr die Angaben liefern, wohin das Geld überwiesen werden soll. Die Freizügigkeitsleistung entspricht dem Sparkapital im Zeitpunkt des Austritts.
  • Mit neuem Arbeitgeber: Die Freizügigkeitsleistung wird an die Vorsorge-
    einrichtung des neuen Arbeitgebers überwiesen.
  • Ohne neuen Arbeitgeber: Die Freizügigkeitsleistung wird auf ein Freizügigkeits-
    konto überwiesen oder zur Errichtung einer Freizügigkeitspolice verwendet.
  • Auswärtige Mitgliedschaft: Treten Mitarbeitende aus der Firma aus, können sie in der Stiftung verbleiben, solange sie nicht in die Vorsorgeeinrichtung eines neuen Arbeitgebers aufgenommen werden. In diesem Fall bezahlen sie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge. Eine weitere Möglichkeit ist die prämienfreie Weiterversicherung, bei der aber das Sparkapital nicht weiter geäufnet wird.
  • Barauszahlung: Wenn sich der Versicherte selbstständig macht oder wenn er die Schweiz verlässt ist eine Barauszahlung möglich. Wenn Versicherte beim Umzug in ein EU-Land weiterhin der Sozialversicherungspflicht unterstehen, kann nur der überobligatorische Teil bar bezogen werden. Der obligatorische Teil wird auf ein Freizügigkeitskonto oder eine Freizügigkeitspolice in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein überwiesen.

Todesfall

  • Todesfallkapital: Die Hinterbliebenen haben Anspruch auf ein Todesfallkapital. Es besteht aus dem Sparkapital inklusive den freiwilligen Einzahlungen, abzüglich der weiteren Leistungen wie Ehegatten-/
    Lebenspartnerrente, Abfindungen an Ehegatten oder Lebenspartner. Bei Rentnern entspricht das Todesfallkapital der zweifachen Jahresaltersrente, vermindert um die bezogenen Altersrenten.
  • Begünstigte: Der Versicherte kann pro Anspruchsgruppe bestimmen, welche Personen zu welchen Anteilen Anspruch auf das Todesfallkapital haben. Die Erklärung muss vom Versicherten zu Lebzeiten schriftlich bei der Pensionskasse hinterlegt werden. Die Rangfolge der Begünstigten ist im Reglement festgelegt.
  • Auszahlung Renten: Die Personalstelle meldet den Todesfall eines versicherten Mitarbeiters an die Pensionskasse. Das Todesfallkapital sowie die Ehegatten- und Waisenrente werden ausbezahlt, sobald der Pensionskasse die notwendigen Dokumente wie Erbenverzeichnis, Geburtsurkunde der Kinder oder eine Ausbildungsbestätigung der Kinder vorliegen.
  • Ehegattenrente: Der überlebende Ehegatte hat Anspruch auf eine Ehegattenrente. Voraussetzungen: Er kommt für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder bis 25 Jahre auf oder ist mindestens 40 Jahre alt. Eingetragene gleichgeschlechtliche Partner sind Ehegatten gleichgestellt. Die Höhe der Ehegattenrente beträgt 36% des versicherten Lohns in der Pensionskasse bzw. 39% des versicherten Lohns in der Ergänzungsversicherung.
  • Waisenrente: Jedes rentenberechtige Kind hat Anspruch auf eine Waisenrente in der Höhe von 20% der vollen Invalidenrente bzw. Altersrente.